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Februar 2013

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JAN BRAND, SARAH CENTGRAF, MAGNUS KRÜMPELBECK, BIANCA STICH

(22.2. - 1.3.)

W.O.P.R./Joshua. Ausstellung/ Installation

Mit der Installation “T O N” schaffen Bianca Stich und Jan Brand in der Galerie Kaiser P einen geheimnisvollen Raum im Raum. Im Inneren erwartet die BesucherInnen eine Videoinstallation voller visuellem Stillstand und akustischer Ewigkeit, die sich subtil und eingängig mit menschlichen Traditionen und der Wahrnehmung unserer Dingwelt befasst.

Die Installation von Sarah Centgraf dokumentiert die visuelle Präsentation von entstehender Architektur und thematisiert deren Changieren zwischen Stadtrealität und bildhaftem Schein, zwischen urbanen Versprechen und Investoreninteressen.

Magnus Krümpelbeck konfrontiert in seiner Installation die BesucherInnen mit der eigentümlichen Bewegung und Räumlichkeit einer Subjektivität, die in der vermeintlich festen Beziehung auf ihren Gehalt eine Art innerer Unendlichkeit erzeugt, in der Maßstäbe beständig verrutschen. So entsteht eine Zone der Unbestimmtheit, die von Illusion und ideologischen Haltegriffen, aber auch von schöpfender Kraft und von der Lust am Neuen zugleich erfüllt sein kann.

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ANDREW GREIF

(31.1. - 10.2.)

Andrew Greif is an American born artist who lives and works in Germany since 1991.Greif uses acrylic paint and old wood which he combines with his pop-art style and mostly socially critical or satirical themes. The subjects for his works stem from daily life, the media, or advertising. He seeks to provoke with his political pictures but not to harm. Greif doesn’t want to shock or to stir something up , he sees himself rather from the aesthetical point of view. This is proven by his choice of wood as the dominant material in his work. Greif’s current theme is that of the now almost forgotten landscape painting. Caspar David Friedrich has caught his interest and Greif reinterpreted several of these romantic- melancholic landscapes in a fresh and comic-like way. Greif is an original. He doesn’t make art for the sake of art, he simply does it , and this in a simple but precise way. Greif has exhibited all across Europe and his work has found it’s way into many collections.

ANDREW GREIF ÜBER ANDREW GREIF

„I became a painter with the intention of telling stories through pictures and not through words.“

Von Anbeginn bis heute reagieren meine Arbeiten und Serien auf den Zeitgeist. Deshalb werde ich vorschnell der Popart zugeordnet. Vorschnell, weil es mir zum waschechten Popartkünstler am Willen zur Selbstdarstellung mangelt. Das, was ich unlängst im Zuge einer Gruppenausstellung auf einem kleinen Zettel über mich preisgeben wollte (Zitat oben) und neben mein neues Werk klebte, trifft heute mehr denn je zu. Ich wählte die Malerei als Ausdrucksform, um dem festschreibenden Aspekt von Worten ein Schnippchen zu schlagen. So ist es nur folgerichtig, dass mir nichts mehr zuwider ist, als meine Arbeiten „zu erklären“. Und bin heute wie damals der Ansicht, dass das Unaussprechliche zur Qualitas eines Kunstwerks gehört. Alles, was ich auszudrücken imstande bin, fließt in mein Handwerk. Allen Kunstmarktgepflogenheiten zum Trotz bin ich bis heute der Ansicht, dass ein gutes Bild für sich selbst spricht. In minimalistischen Samples banne ich von je her auf Holz, was Ikonen der Gegenwart aus den Bereichen Film, Mode, Kunst und Politik mir aufgeben anzuprangern. Darunter eine Serie mit den größten Verbrechern und Diktatoren unserer Zeit. Die hierfür von Seiten des Künstlers erforderliche Einfühlung in Machttiere menschlichen Antlitzes, die Auseinandersetzung mit den Linien, die ihre Gesichter ausmachen, immer wieder die Banalität des Bösen beispielsweise einer Stirnfurche abzutrotzen, trieb mich anschließend in die Porträtierung von Tieren. Einmal den kulturellen Rückzug angetreten, faszinierte mich nach den Tieren und sammelte ich alles, was die romantische Landschaftsmalerei hergab. Besonders die Lichtverhältnisse darinnen, hatten es mir angetan. Mittlerweile sind einige mittelgroße Formate entstanden (siehe Fotos). Ich verschreibe mich dem zwielichtigen Aspekt berühmter romantischer Landschaftsmalereien als eine Art bewusst stummer Rückzug vor einer immer lauter werdenden Welt. So wie man alle Entäußerungen der Romantik, einschließlich ihrem Geniekult, als Trostspender des aufgeklärten Menschen betrachten kann, will ich mit diesen Samples den apokalyptisch-bedrohlichen Zeitgeist unserer Postpostmoderne an seinen Ursprung zurückführen: Romantische Landschaften, die ein Verlorensein des Menschen in sich bergen, den Fluch und Verlust einer Gott vergessenen Menschheit.

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