... Dez 2012 / Jan 2013 / Feb 2013 / März 2013 / April 2013 / Mai 2013 / Juni 2013 / Juli 2013 / August 2013 / September 2013 / Oktober 2013 / November 2013 / Dezember 2013 / to come ...

Januar 2013

...

ANDREW GREIF

(31.1. - 10.2.)

Andrew Greif is an American born artist who lives and works in Germany since 1991.Greif uses acrylic paint and old wood which he combines with his pop-art style and mostly socially critical or satirical themes. The subjects for his works stem from daily life, the media, or advertising. He seeks to provoke with his political pictures but not to harm. Greif doesn’t want to shock or to stir something up , he sees himself rather from the aesthetical point of view. This is proven by his choice of wood as the dominant material in his work. Greif’s current theme is that of the now almost forgotten landscape painting. Caspar David Friedrich has caught his interest and Greif reinterpreted several of these romantic- melancholic landscapes in a fresh and comic-like way. Greif is an original. He doesn’t make art for the sake of art, he simply does it , and this in a simple but precise way. Greif has exhibited all across Europe and his work has found it’s way into many collections.

ANDREW GREIF ÜBER ANDREW GREIF

„I became a painter with the intention of telling stories through pictures and not through words.“

Von Anbeginn bis heute reagieren meine Arbeiten und Serien auf den Zeitgeist. Deshalb werde ich vorschnell der Popart zugeordnet. Vorschnell, weil es mir zum waschechten Popartkünstler am Willen zur Selbstdarstellung mangelt. Das, was ich unlängst im Zuge einer Gruppenausstellung auf einem kleinen Zettel über mich preisgeben wollte (Zitat oben) und neben mein neues Werk klebte, trifft heute mehr denn je zu. Ich wählte die Malerei als Ausdrucksform, um dem festschreibenden Aspekt von Worten ein Schnippchen zu schlagen. So ist es nur folgerichtig, dass mir nichts mehr zuwider ist, als meine Arbeiten „zu erklären“. Und bin heute wie damals der Ansicht, dass das Unaussprechliche zur Qualitas eines Kunstwerks gehört. Alles, was ich auszudrücken imstande bin, fließt in mein Handwerk. Allen Kunstmarktgepflogenheiten zum Trotz bin ich bis heute der Ansicht, dass ein gutes Bild für sich selbst spricht. In minimalistischen Samples banne ich von je her auf Holz, was Ikonen der Gegenwart aus den Bereichen Film, Mode, Kunst und Politik mir aufgeben anzuprangern. Darunter eine Serie mit den größten Verbrechern und Diktatoren unserer Zeit. Die hierfür von Seiten des Künstlers erforderliche Einfühlung in Machttiere menschlichen Antlitzes, die Auseinandersetzung mit den Linien, die ihre Gesichter ausmachen, immer wieder die Banalität des Bösen beispielsweise einer Stirnfurche abzutrotzen, trieb mich anschließend in die Porträtierung von Tieren. Einmal den kulturellen Rückzug angetreten, faszinierte mich nach den Tieren und sammelte ich alles, was die romantische Landschaftsmalerei hergab. Besonders die Lichtverhältnisse darinnen, hatten es mir angetan. Mittlerweile sind einige mittelgroße Formate entstanden (siehe Fotos). Ich verschreibe mich dem zwielichtigen Aspekt berühmter romantischer Landschaftsmalereien als eine Art bewusst stummer Rückzug vor einer immer lauter werdenden Welt. So wie man alle Entäußerungen der Romantik, einschließlich ihrem Geniekult, als Trostspender des aufgeklärten Menschen betrachten kann, will ich mit diesen Samples den apokalyptisch-bedrohlichen Zeitgeist unserer Postpostmoderne an seinen Ursprung zurückführen: Romantische Landschaften, die ein Verlorensein des Menschen in sich bergen, den Fluch und Verlust einer Gott vergessenen Menschheit.

...

 

YNAD & IBRAHIM GOLDMUND

(18.1. - 24./26.1.)

 

...

 

Α-λήθεια | Nicht-Vergessen

(7.1. - 12.1.)


Α-λήθεια | Nicht-Vergessen

Beobachtungen aus Griechenland in der Krise

7. Jan - 12. Jan / Galerie Kaiser P

Kaiser P

©Galerie Kaiser P (i.V.)

Seit nunmehr gut drei Jahren ist Griechenland nicht mehr aus dem Mediendiskurs wegzudenken. War Griechenland bis dahin vor allem eine Sammlung von Urlaubsbildern, änderte sich unsere Wahrnehmung in den letzten Jahren. Aus der im Urlaub so geschätzten mediteranen Gemütlichkeit wurde innerhalb weniger Tage schlimmste Faulheit. Exempel sollten statuiert werden und statt dem bisherigen Loblied auf die Vielfalt in Europa erfreuten sich nun mehr und mehr Politiker, dass in Europa endlich Deutsch gesprochen werde. Neben deutscher Überheblichkeit jagten Schreckensmeldungen über den sozialen Kahlschlag, den Niedergang des Gesundheitswesens und steigende Selbstmordraten über den Ticker. Was ist dieses Griechenland, welches in unseren Köpfen zwischen vergilbten Urlaubserinnerungen und Eurocrash changiert? Mit „Α-λήθεια | Nicht-Vergessen“ möchten wir einen ersten experimentellen Blick auf die anderen Griechenländer werfen, die wir eigentlich immer vergessen haben.

Die Künstler_innen:

Sonja Giese reiste für ihr Projekt "We Are The Pigs" im Sommer 2012 durch Griechenland. Gemeinsam mit der freien Journalistin Mareike Lambertz entstanden so Fotoportraits der Menschen im "Epizentrum der Krise". Sonja Giese wird diese Arbeit im Rahmen unserer Ausstellung präsentieren.

Kyriakos Mauridis ist ein griechischer Medienkünstler und Aktivist. Seine Werke wurden unter anderem auf dem internationalen Animationsfilmfestival Animasyros präsentiert. Politisch engagiert er sich gegen die Memorandumspolitik und den aufkommenden Faschismus in Griechenland. Für unsere Ausstellung hat er uns seine politischen Skizzen und Karikaturen zur Verfügung gestellt.

Franziska Wildt ist eine freie Künstlerin und lebt derzeit in Berlin. Sie beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Vergangenheit und Gegenwart von Griechenland. Ihre Videoinstallation beschäftigt sich mit den traumatischen Ereignissen des griechischen Bürgerkriegs und besonders mit der Rolle der Exilinseln während des Krieges. Daneben behandelt sie in aktuellen Collagen die derzeitige Krise.

Achilles M. Peklaris ist Journalist und Buchautor. Er war unter anderem als Korrespondet für die bekannte Tageszeitung Kathimerini in New York und Tel Aviv. Nach Stellenstreichungen ging er zurück nach Griechenland und arbeitet nun an einem Bildband über den Alltag und die Menschen auf der Kykladeninsel Syros.

Verschiedene der vorgestellten Projekte finanzieren sich via Crowdfunding. Über Spenden für die Projekte und unsere Unkosten würden wir uns freuen.

...